Projektwettbewerb
Kindergarten Kreuzgut in Schaffhausen SH
offenes Verfahren, 3. Rang
2026
ARGE Architektur
atelier ursina bislin | mu Architektur
Landschaft
glaridea GmbH, Glarus
Das Projekt versteht Wiederverwendung nicht als blosse additive Verwendung einzelner Bauteile, sondern als Weiterverwendung ganzer Gebäudevolumen. Die Wiederverwendung ist damit integralen Bestandteil von Entwurf, Konstruktion und Betrieb.
Der bestehende Kindergarten Kreuzgut wird in drei Gebäudetrakte zerlegt und am neuen Standort frisch arrangiert. Für die Zwischenzonen und verbindenden Elemente wird wiederverwendetes Material aus dem Kindergarten Geissberg eingesetzt. Ergänzt wird der Bauteilkatalog durch standartisiert Bauprodukte aus der Bauteilbörse und rezyklierte oder nachhaltige Baustoffe. In ihrer architektonischen Gestaltung nimmt die Gebäudegruppe Massstäblichkeit, Materialität und Formen der umgebenden Bebauung auf und fügt sich selbstverständlich in den bestehenden Kontext ein.
Die Setzung des Ensembles an der südwestlichen Ecke der Parzelle schafft klar gefasste, geschützte Aussenräume für die Kinder und ermöglicht eine ruhige Orientierung innerhalb der Gesamtanlage. Der bestehende Baumbestand wird bewusst in die Setzung integriert. Die windmühlenartige Anordnung der Trakte bildet ein neues räumliches Zentrum und stärkt die Identität der gesamten Schulanlage. Der neue Standort ermöglicht zudem einen einfachen Bauablauf.






Projektwettbewerb
Transformation Chamanna da Boval SAC
offenes Verfahren
2025
ARGE Architektur
Atelier Ursina Bislin | mu Architektur |
Berger + Partner Architekten
Landschaft und Statik
glaridea GmbH, Glarus
Die neue Hütte der Chamanna da Boval nimmt den Bestand als integralen Teil der neuen Morphologie auf und führt diesen weiter. Ausgehend vom Fussabdruck der bestehenden Hütte wird das neue Gebäude aufgefächert und nach der Sonne und den Ausblicken ausgerichtet. Das Untergeschoss des Bestandes wird weiterhin als Keller genutzt und die Decke zur Sonnenterrasse umfunktioniert. Eine Reminiszenz an den Bestand bleibt damit weiterhin sichtbar. Zudem wird das dreiteilige Ensemble entlang der hangseitig bestehenden Höhenlinien platziert.
Dies zum Erhalt der bestehenden Topografie, aber auch aus rein praktischen Gründen. Das flache Plateau nordöstlichen der bestehenden Hütte dient als idealer Bauplatz für die neue Hütte. Die Terrasse verbleibt an der Südwestseite und hat damit eine optimale Ausrichtung nach Sonne und Ausblick.
Das Projekt versteht sich damit als Weiterführung der vor- gefundenen Situation und nicht als Ersatzneubau.
Die Ankunft über die Terrasse lädt zum einen die Tagesgäste zum Verweilen ein und leitet zum anderen die Übernachtungsgäste zum Haupteingang weiter. Diese klare Adressierung über die obere Ebene hilft die verschiedenen Benutzergruppen selbsterklärend zu lenken. Durch eine leichte Abtreppung der Niveaus zwischen Bestand und Neubau werden Abgrabungen im Untergeschoss gemieden und der Zugang zum Gebäude im Winter ist gewährleistet.
Das geknickte Volumen des Neubaus richtet sich nach der Landschaft und der Sonne aus, was sich auch im Innern des Gebäudes zeigt. Die Innenräume und speziell der Essraum profitiert damit von einem einzigartigen Panoramablick und der solaren Wärmegewinnung.

Projektwettbewerb
Infrastrukturgebäude am Marktplatz
Buchs SG
2025
Projektleitung Ursina Bislin bei Berger & Partner AG
Das Volumen vom neuen Infrastrukturgebäude fügt sich in die rechtwinklige Gebäudestruktur der Nebenbauten ein. Wie auch die Nachbarsgebäude orientiert sich das neue Gebäude entlang des Marktweges. Es öffnet sich jeweils zu den Längsseiten, um die verschiedenen Nutzungsanforderungen zu bedienen und bildet zugleich den Abschluss zwischen dem Marktplatz mit Park und den Wohnbauten. Durch die Setzung entlang vom Marktweg entsteht eine Fassade, welche ein Gegenüber zum See sowie der Altstadt mit dem Schloss bildet. Zudem ermöglicht das gesetzte Gebäudevolumen ein Weiterbauen entsprechend der Masterplanung der Gebäudestrukturen Richtung Brauerei Locher und Richtung Werdenbergersee.
Die einzelnen Fassaden des Gebäudes reagieren durch ihre spezifische Gestaltung auf die jeweiligen Nutzungsanforderungen. Die Fassade zum Park wird durch ein grosses Dach ergänzt und erweitert damit den Bereich der öffentlichen Nutzungen. Die Überdachung steht dauerhaft für einen Markt, ein Fest oder als Bühne zur Verfügung, unabhängig davon ob die Hallenfläche miteinbezogen wird. Das Marktdach schafft einen öffentlichen Raum zum Aufhalten, spendet subtil Schatten, schützt vor Regen und lädt zum Verweilen ein. Als Erweiterung dieses Raumes versteht sich der bereits bestehende zentrale Park. Jener bildet mit dem überdachten Bereich, sowie der nutzbaren Hallenfläche ein funktionierendes Reservat für die heutigen und zukünftigen Nutzungen. Der existierende Baumbestand wird mit mehreren neuen Bäumen formal ergänzt, welche zusammen ein natürliches Dach für die erweiterte Marktnutzung bieten und nimmt damit Bezug auf die historische Setzung von Gebäude und Park.
Die einzelnen Fassaden des Gebäudes reagieren durch ihre spezifische Gestaltung auf die jeweiligen Nutzungsanforderungen. Die Fassade zum Park wird durch ein grosses Dach ergänzt und erweitert damit den Bereich der öffentlichen Nutzungen. Die Überdachung steht dauerhaft für einen Markt, ein Fest oder als Bühne zur Verfügung, unabhängig davon ob die Hallenfläche miteinbezogen wird. Das Marktdach schafft einen öffentlichen Raum zum Aufhalten, spendet subtil Schatten, schützt vor Regen und lädt zum Verweilen ein. Als Erweiterung dieses Raumes versteht sich der bereits bestehende zentrale Park. Jener bildet mit dem überdachten Bereich, sowie der nutzbaren Hallenfläche ein funktionierendes Reservat für die heutigen und zukünftigen Nutzungen. Der existierende Baumbestand wird mit mehreren neuen Bäumen formal ergänzt, welche zusammen ein natürliches Dach für die erweiterte Marktnutzung bieten und nimmt damit Bezug auf die historische Setzung von Gebäude und Park.

Projektwettbewerb
Aparthotel Edy Bruggmann
Flumserberg SG
2025
Projektleitung Ursina Bislin bei Berger & Partner AG
Der Neubaukörper folgt in seiner Setzung den Höhenlinien des Geländes. Mit den talorientierten Giebeln orientiert er sich in seiner Ausrichtung an der bestehenden Bebauungsstruktur vom Flumserberg. Seine Dreiteilung in Dachform und Fassadengliederung stellt zudem eine architektonische Referenz zum gestaffelten Volumen des Bestandsbaus her und sorgt für eine harmonische Einbettung in den Kontext.
Der entstehende Freiraum zwischen Bestand und Neubau wird als zentraler Platz ausformuliert. Die exponierte Lage mit Blick zur Alviergruppe und ins Seeztal verleiht diesem eine hohe Aufenthaltsqualität. Architektonisch wird die Zentralität des Platzes durch das zum Freiraum hin orientierte Vordach des Anbaus sowie eine öffnende Gaube im Neubau akzentuiert. In der Nutzungsperspektive erfährt der Platz durch die Nähe zum Bistro sowie als Ankunftsbereich des Areals eine soziale Belebung.
Der brutalistische Ausdruck des Bestandsbaus – geprägt durch auskragende Betonbalkone – findet eine zeitgenössische Antwort in der Fassadengestaltung des Neubaus. Die gewählte Vollholzfassade in traditioneller Strickbauweise führt die Idee der massiven Bauweise fort. Charakteristisch sind dabei die deutlich hervortretenden Strickwände, die eine vertikale Gliederung erzeugen und dem Baukörper eine starke tektonische Präsenz verleihen.
Der entstehende Freiraum zwischen Bestand und Neubau wird als zentraler Platz ausformuliert. Die exponierte Lage mit Blick zur Alviergruppe und ins Seeztal verleiht diesem eine hohe Aufenthaltsqualität. Architektonisch wird die Zentralität des Platzes durch das zum Freiraum hin orientierte Vordach des Anbaus sowie eine öffnende Gaube im Neubau akzentuiert. In der Nutzungsperspektive erfährt der Platz durch die Nähe zum Bistro sowie als Ankunftsbereich des Areals eine soziale Belebung.
Der brutalistische Ausdruck des Bestandsbaus – geprägt durch auskragende Betonbalkone – findet eine zeitgenössische Antwort in der Fassadengestaltung des Neubaus. Die gewählte Vollholzfassade in traditioneller Strickbauweise führt die Idee der massiven Bauweise fort. Charakteristisch sind dabei die deutlich hervortretenden Strickwände, die eine vertikale Gliederung erzeugen und dem Baukörper eine starke tektonische Präsenz verleihen.














Neubau Mehrfamilienhaus Färberei
im Stoffel Areal (Etappe 4)
Mels SG
48 Eigentumswohnungen
Leistungsphase 1-5 inkl. Käuferbetreuung
Fertigstellung 2023
Projektleitung Ursina Bislin bei
Michael Meier und Marius Hug Architekten AG
Hoch über dem Dorf Mels thront die Textilfabrik Stoffel. Die bestehenden Fabrikhallen (Spinnerei und Weberei) wurden umgebaut und mit zwei Neubauten ergänzt. Zudem führt ein neuer Schräglift aus dem Rheintal hinauf zum Fabrikareal.
Den beiden bestehenden Fabrikgebäude vorgelagert, liegt die Färberei an der Hangkante und nutzt diese für Townhouses und Maisonettewohnungen. In den oberen Geschossen mit Blick über die Talgabelung finden sich Geschosswohnungen. Volumetrisch und im Ausdruck mit Lisenen, stehenden Fenstern und stringenter Struktur, sucht der Neubau die Nähe zu den alten Fabrikhallen. Es entsteht ein ausgewogenes Ensemble mit industriellem Charme.
Diese Etappe bildet zudem den Abschluss des gesamten Bauprojekts. Das Wohngebäude entlang der Stoffelgasse soll die bereits davor entstandenen Einheiten zu einem Ganzen zusammenfügen und die Altbauten einfassen. Die Gasse entlag des Gebäudes wird dabei zum Rückgrat der Siedlung. Sie erschliesst das neue Quartier, erweitert den öffentlichen Aufenthaltsraum und verbindet den Vorderberg mit dem Schräglift.
Den beiden bestehenden Fabrikgebäude vorgelagert, liegt die Färberei an der Hangkante und nutzt diese für Townhouses und Maisonettewohnungen. In den oberen Geschossen mit Blick über die Talgabelung finden sich Geschosswohnungen. Volumetrisch und im Ausdruck mit Lisenen, stehenden Fenstern und stringenter Struktur, sucht der Neubau die Nähe zu den alten Fabrikhallen. Es entsteht ein ausgewogenes Ensemble mit industriellem Charme.
Diese Etappe bildet zudem den Abschluss des gesamten Bauprojekts. Das Wohngebäude entlang der Stoffelgasse soll die bereits davor entstandenen Einheiten zu einem Ganzen zusammenfügen und die Altbauten einfassen. Die Gasse entlag des Gebäudes wird dabei zum Rückgrat der Siedlung. Sie erschliesst das neue Quartier, erweitert den öffentlichen Aufenthaltsraum und verbindet den Vorderberg mit dem Schräglift.
